Chef-Kommentare kommen bei EHS-Mitarbeitern gut an
Die Evangelische Heimstiftung (EHS), größter Altenpflegeträger in Baden-Württemberg, ist dafür bekannt, dass sich ihre Spitze zur Pflegepolitik äußert. Das kommt bei den Beschäftigten gut an, 97 Prozent haben sich positiv über das Engagement geäußert, wie eine Mitarbeiterbefragung jetzt zeigt. Das berichtet die Geschäftsführerin fürs Personal, Mirjam Weisserth, im Gespräch mit dem Beratungsunternehmen Attraktiver Arbeitgeber Pflege.
iStock/Alhontess
Mitarbeiter der Evangelischen Heimstiftung finden es gut, wenn Chefs Klartext zu Branchenthemen reden
Bernhard Schneider, EHS-Chef bis Ende 2025, äußerte sich gern und auch kontrovers zu Branchenthemen und zur Pflegepolitik. Er war sogar Sprecher der Initiative "Pro Pflegereform". Seine Nachfolgerin Elke Eckardt schließt daran an. Erst vor wenigen Tagen kritisierte sie den Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) für seinen Vorschlag, Leistungen der Pflegeversicherung stärker auf Menschen zu konzentrieren, "die sie wirklich benötigen". Sie warnte vor einer vor einer faktischen Ausgrenzung von Pflegebedürftigen – etwa von Menschen mit Demenz.
Schneider wird sich künftig nicht mehr äußern und hat auch seine Pro-Pflegereform-Sprecherfunktion aufgegeben. In einem Care-vor9-Interview begründete der 67-Jährige seinen kompletten Rückzug aus der Branche damit, dass sich niemand für die Zwischenrufe eines Rentners von der Seitenlinie aus interessiere.
Kirsten Gaede